Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) für Personalvermittlung der Recrunity OHG
1. Soweit nicht im Einzelfall eine andere schriftliche Vereinbarung getroffen wurde, gelten ausschließlich die nachstehenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Recrunity OHG (nachfolgend „Recrunity“ genannt). Sie gelten für alle Verträge, die geschlossen werden zur Personalvermittlung und zu allen übrigen Personaldienstleistungen. Hiervon abweichende Bedingungen des Auftraggebers gelten als widersprochen und sind ausgeschlossen.
2. Der Auftraggeber erkennt bei Verträgen zur Personalvermittlung die angebotene Beratungs-, Such- und Vermittlungstätigkeit von Recrunity an.
3. Alle Daten über die zu besetzende Stelle und über Bewerber werden nur erhoben, verarbeitet und genutzt, soweit dies zur Suchanfrage erforderlich ist. Der Auftraggeber verpflichtet sich, die ihm erteilten Daten und Auskünfte nicht zweckentfremdet zu verwenden oder an Dritte weiterzuleiten. Die Parteien verpflichten sich wechselseitig zur Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen zum Datenschutz und tragen für deren Einhaltung Sorge. Die vorstehenden Verpflichtungen bestehen auch nach Beendigung der Zusammenarbeit fort.
4. Die von Recrunity gelieferten Angaben zu einem Bewerber beruhen auf den ihr durch den Bewerber selbst erteilten Informationen bzw. auf Informationen durch Dritte. Eine Haftung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann Recrunity daher nicht übernehmen.
5. Recrunity übernimmt keine Besetzungsgarantie und keine Gewähr dafür, dass der Bewerber die vom Auftraggeber gesetzten Erwartungen erfüllt oder bestimmte Arbeitsergebnisse erzielt. Eine Gewährleistung für die Arbeit des vermittelten Bewerbers ist ausgeschlossen.
6. Im Übrigen richtet sich die Haftung nach den gesetzlichen Vorschriften. Bei fahrlässig verursachten Schäden haftet Recrunity nur bei Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht, jedoch der Höhe nach beschränkt auf die bei Vertragsschluss vorhersehbaren und vertragstypischen Schäden. Dies gilt nicht für Körperschäden /Todesfälle. Eine Haftung von Recrunity für mittelbare Schäden und Folgeschäden ist – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen.
7. Soweit Recrunity aufgrund von dem Auftraggeber zu vertretenden Verstößen von einem Bewerber in Anspruch genommen wird, stellt der
Auftraggeber Recrunity diesbezüglich von sämtlichen Ansprüchen inklusive Rechtsverfolgungskosten frei.
8. Hat sich ein durch Recrunity vorgestellter Bewerber bereits zu einem früheren Zeitpunkt oder parallel beim Auftraggeber beworben, so ist der Auftraggeber verpflichtet, Recrunity hierüber innerhalb von zwei Werktagen zu informieren. In diesem Fall erbringt Recrunity keine weiteren Leistungen bezüglich dieses Bewerbers. Der Auftraggeber kann Recrunity jedoch anweisen, auch bezüglich dieses Bewerbers weiterzuarbeiten. Unterrichtet der Auftraggeber Recrunity nicht innerhalb von zwei Werktagen über die frühere oder parallele Bewerbung des vorgestellten Bewerbers, so haftet er für den Schaden, welcher Recrunity dadurch entstanden ist, dass Recrunity mangels rechtzeitiger Benachrichtigung weiterhin tätig gewesen ist.
9. Ein Vertrag zur Personalvermittlung kann jederzeit ohne Einhaltung einer Frist von beiden Vertragsparteien gekündigt werden. Als Zeitpunkt der Kündigung gilt der E-Mail-Eingang bei Recrunity bzw. beim Auftraggeber (Eingangsstempel). Kommt ein Vorstellungsgespräch zwischen dem Auftraggeber und einem von Recrunity vorgeschlagenen Bewerber nach Kündigung des Vertrages zur Personalvermittlung zustande, so wird das Honorar dennoch in voller Höhe fällig. Die bis zum Zeitpunkt der Kündigung entstandenen Kosten aus allen übrigen vereinbarten und erbrachten Leistungen sind Recrunity ebenfalls ohne Abzug zu erstatten; diese Regelung gilt ausdrücklich auch für Anzeigen, die zwar schon in Auftrag gegeben, aber noch nicht veröffentlich worden sind.
10. Der Anspruch von Recrunity auf ein Vermittlungshonorar (letzte Rate) wird, sofern nichts anderes vereinbart wurde, durch Vorstellung eines passenden Bewerbers begründet. Dabei ist es unerheblich, ob der Bewerber über die im Anforderungsprofil beschriebenen Qualifikationen tatsächlich verfügt. Kündigt eine der beiden Parteien den Arbeitsvertrag vor Arbeitsantritt oder tritt der Bewerber nicht an, sowie auch das ein passender Kandidat gefunden wurde, aber nicht eingestellt wird, so bleibt der Anspruch von Recrunity auf das Honorar sowie auf Erstattung der Kosten aus allen übrigen vereinbarten und erbrachten Leistungen dennoch bestehen.
11. Der Auftraggeber verpflichtet sich, den Abschluss eines Arbeitsvertrages mit einem von Recrunity vorgeschlagenen und/oder beurteilten Bewerber innerhalb von drei Tagen nach Vertragsunterzeichnung von Recrunity schriftlich anzuzeigen (Kopie des Arbeitsvertrages). Auch soll der Auftraggeber Rückmeldung über das Bewerbergespräch an Recrunity erteilen.
12. Wird der Arbeitsvertrag zu anderen als den angebotenen Bedingungen abgeschlossen oder kommt er mit einem anderen durch Recrunity vorgeschlagenen und/oder beurteilten Bewerber zustande oder wird ein Bewerber für einen von der Stellenbeschreibung abweichenden Arbeitsplatz vorgesehen, so berührt dies den Honoraranspruch von Recrunity nicht.
13. Der Rechnungsbetrag ist mit Zugang der Rechnung ohne Abzug fällig und innerhalb von 8 Tagen nach Zugang der Rechnung zu zahlen, wobei es auf den Zahlungseingang bei Recrunity ankommt. Bei nicht fristgerechter Zahlung gerät der Auftraggeber auch ohne Mahnung in Verzug. Erst nach Zahlungseingang kann Recrunity mit der Suche des passenden Kandidaten beginnen.
14. Bewerber und andere bei Vorstellungsgesprächen präsentierte Personen sind nicht berechtigt, Honorar oder Geldleistungen entgegenzunehmen, die Recrunity durch die Mitarbeitersuche zustehen.
15. Kosten, die den Bewerbern im Zusammenhang mit Vorstellungsgesprächen bei Recrunity oder beim Auftraggeber entstehen, sind auf Verlangen des Bewerbers vom Auftraggeber nach den gesetzlichen Regelungen zu erstatten.
16. Mündliche Nebenabreden bestehen zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses nicht. Alle Änderungen und Nachträge zum Vertrag bedürfen der Schriftform; auch mündliche oder telefonische Zusagen müssen zu ihrer Wirksamkeit schriftlich bestätigt werden.
17. Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des deutschen Internationalen Privatrechts. Gerichtsstand für Streitigkeiten aus dem Zusammenhang mit dem Vertrag ist Frankfurt am Main. Dies gilt ausdrücklich auch für Streitigkeiten in Urkunden-, Wechsel- und Scheckverfahren.
18. Sollte eine Bestimmung des Vertrages oder der Allgemeinen Geschäftsbedingungen lückenhaft oder unwirksam sein oder werden, so wird die Wirksamkeit des Vertrages und der übrigen Bestimmungen dadurch nicht berührt. Es gilt dann eine solche Regelung als vereinbart, die zulässigerweise dem zum Ausdruck gebrachten Vertragswillen am nächsten kommt.
Stand: 18.11.2025
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